Apr 102014
 
Europawahl 2014 - ohne Sperrklausel  - kleine Parteien wie etwa die Tierschutzpartei werden zum erstenmal rein kommen.

Europawahl 2014 – ohne Sperrklausel – kleine Parteien wie etwa die Tierschutzpartei werden zum erstenmal rein kommen.

Am 25.Mai 2014 findet die Europawahl statt und wir können entscheiden, wie die Zukunft in derzeit 28 Ländern aussieht. Es geht bei dieser Wahl um sehr viel, denn nach dem Fall der 3%-Sperrklausel haben auch kleinere Parteien, auch solche die sich für Tiere einsetzen, wie etwa  die Partei Mensch Umwelt Tierschutz  bzw. die Tierschutzpartei, sehr gute Karten mit mehreren Mandaten nach Brüssel zu kommen.

Es lohnt sich also, vorab ein paar Gedanken darüber zu machen, wie unsere Interessen im Sinne der Tiere,  am besten vertreten werden können.

Wenn die Straßenhund Osteuropas und die Straßenkatzen Südeuropas doch wählen dürften. Sie wären sich vielleicht einig, dass Steuergelder nicht für brutaler Tiertötungen ausgegeben werden dürfen, sondern wenn schon, dann lieber für großflächige Sterilisationsaktionen.

Auch dem illegalen Welpenhandel aus Osteuropa muss Einhalt geboten werden. Ausgezehrte Hundemütter in dunklen und dreckigen Verschlägen, gefälschte Einreisedokumente für obendrein oftmals kranke Welpen, die u.U. sogar ein Infektionsrisiko für Menschen darstellen können…das alles muß der Vergangenheit angehören.

Tierversuche – ein weiteres wichtiges politisches Thema der Europäischen Union: Noch verschlingt die Tierversuchsbranche enorme Geldsummen, obwohl Ergebnisse aus Tierversuch erwiesener Maßen dem Menschen keinen Nutzen bringen. Mit unserer Stimme bei der EU-Wahl können wir dafür sorgen, dass nicht sinnlose und grausame Tierversuche finanziert werden, sondern Fördergelder in zukunftsweisende, sichere Forschung einfließt und gleichzeitig unendliches Tierleid verhindert werden kann.

Mit dem Freihandelsabkommen zwischen USA und Europa drohen der europäischen Bevölkerung viele gesundheitlichen Risiken und extrem bedenkliche Umweltbelastungen. Beispielsweise werden mehrheitlich Klonfleisch und Gentechnik bei uns ablehnt. Noch kann verhindert werden, dass sich einige Lobbyisten mit ihren kurzsichtige Interessen durchsetzen.

Massentierhaltung auf EU-Subventionen Es zählt nur der Profit, ohne Rücksicht auf die Tiere. Ist das wirklich das Europa, welches wir gestalten möchten? So gibt es z.B. für die Haltung von Mastkaninchen noch nicht einmal bindende altungsrichtlinien. Sofern Schuzbestimmungen für einzelne Tierarten bereits existieren, muss dringend auf ihre Einhaltung in der Praxis gepocht werden.

2014 Stimmzettel Europawahl 2014 Stimmzettel Europawahl – Partei Mensch Umwelt Tierschutz steht zur Wahl

Nach geltendem deutschen Tierschutzrecht ist Qualzucht bereits verboten. Die gesetzliche Rahmenvorlage wäre vorhanden, jetzt müßte sie nur europaweite Gültigkeit erlangen und auch ausgeschöpft werden. Tiertodestransporte werden ebenso durchweg von der Bevölkerung abgelehnt. Im ersten Schritt müssen Tiertransporte zeitlich deutlich beschränkt und erheblich strenger kontrolliert werden.

Es ist ein Skandal, dass Ferkelkastration ohne jegliche Betäubung weiterhin erlaubt ist. Eine Betäubung bei einem operativen Eingriff ist das Mindeste, was wir dem sensiblen Tier Schwein schuldig sind.

Artenschutz oder “nach uns die Sintflut” Internationale Artenschutzabkommen müssen präzise und in engen Zeitrahmen beschlossen werden und dürfen nicht als Alibigesetze im Sande verlaufen.

Das Plündern der Fauna durch Wildfänge ist vollständig zu verbieten. Genauso gehören bestimmte Gruppen von Wildtieren (z.B. Raubkatzen) überhaupt nicht in den Zirkus. Die Art der Haltung von Zootieren ist gänzlich neu zu überdenken.

Die Wiege des Lebens ist das Meer. Verfahren wir weiter wie mit der heutigen Fischereipolitik, werden alle Meere zu “toten” Meeren. Es geht um soviel mehr, als um die unbezahlbar gewordenen oder fehlenden Fischstäbchen auf unseren Tellern. Für z.B. die Bevölkerung an Afrika´s Küsten ist es eine Frage der blanken Existenz. Angesichts von Welthunger und fortschreitendem, sozialem Unrecht dürfen wir uns den Luxus der Gleichgültigkeit nicht erlauben.

Selbst in einigen EU-Mitgliedsländern wird unseren Zugvögeln per Netz- und Fallenjagd nachgestellt. Dieser unerträglicher Zustand ist unverzüglich abzustellen. Stattdessen müssen EU-Mittel für Nachzuchtprogramme und Wiederauswilderungen verwendet werden.

Wenn Sie dies alles nicht länger tolerieren wollen und lieber in nachhaltige und konstruktive Ideen investieren möchten, dann fragen Sie nicht nur bei den großen etablierten Parteien nach, was deren EU-Wahlprogramm vorsieht. Ihre Stimme geht bei der EU-Wahl nicht mehr verloren und auch die kleineren Parteien werden zukünftig in Brüssel mitmischen.

Mit der Politik der Europäischen Union nehmen wir Einfluss auf das Weltgeschehen. Welche Welt möchten Sie den nächsten Generationen hinterlassen? Am 25.Mai 2014 entscheiden Sie darüber. Noch könnten wir es schaffen, Mensch-Umwelt-Tierschutz zu vereinen. Sagen Sie nachher nicht, Sie hätten es nicht gewußt.

 Posted by at 22:17

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