May 012013
 

06.05.2013 15:15 | Politik

Vom Himmel geboten…vom Staat verboten

DER KAMPF UM MEDIZINISCHEN HANF

VonOben2013-932x1331ohneGrnLogo Anlässlich des weltweiten “Global Marihuana March” zur Legalisierung von Hanf am Samstag, den 04.05.2013 auf dem Karlsplatz in München sprach gemeinsam mit der Grünen Jugend und weiteren Rednern auch der Tierarzt, Biobauer und oberbayerische Landtagskandidat Dr. Peter Zimmer. Unisono forderten die Redner mit sachlichen Argumenten die Entkriminalisierung von Cannabis, sowie die Legalisierung des Eigenanbaus.

Dr. Peter Zimmer befürwortet den ökologischen Anbau von Hanf, da er sich als nachwachsende Rohstoffquelle besonders gut eignet. Beim Anbau von Hanf kann man auf den Einsatz von Dünger und Spritzmitteln komplett verzichten. Zudem lobte er die Vorteile von Speiseöl aus Körnerhanf. Es ist reich an Alpha-und Gamma-Linolensäure und bietet den höchsten Gehalt an Omega-3-Fettsäuren unter den pflanzlichen Ölen.

Zimmer wies darauf hin, dass es politische Bestrebungen in Deutschland und Europa gibt, die Kultivierung und den Eigenanbau nicht nur von Hanf, sondern auch ganz normaler Heil- und Kulturpflanzen, zu verbieten und nur noch patentierte Sorten zu erlauben.

Zimmer fordert das sofortige Ende der archaischen Cannabis-Gesetze, welche er als Vorläufer von immer schärfer werdenden Restriktionen zum Eigenanbau von heimischen Kultur- und Heilpflanzen wertet. Die Gesetzesänderungen sind schleichende, vernichtende Schläge gegen den Erhalt der Arten- und Sortenvielfalt und gegen die Freiheit zur Selbstbestimmung.

Oberste Priorität für Zimmer ist jedoch die Nutzung von Cannabis als Medizin mit der Möglichkeit zur kostengünstigen Selbstversorgung – und das auch für Tiere. Von Bedeutung ist ferner, dass nicht nur das psychoaktive THC sondern auch nicht psychoaktive Inhaltsstoffe in der Pflanze, wie etwa das Cannabidiol, intensive, einzigartige, entzündungshemmende Wirkungen mit neuroprotektiven, immunomodulierenden und krebshemmenden Eigenschaften aufweisen.

Im Laufe seiner tiermedizinischen Tätigkeit hat Dr. Zimmer in den USA, wo inzwischen die medizinische Nutzung von Cannabis nach 60 Jahren wieder vielerorts erlaubt und weit verbreitet ist, umfangreiche Erfahrungen gemacht, wie Cannabis eines der effektivsten Mittel für verschiedenste neurologische Störungen bei Tieren ist. Als Beispiel beim Hund nennt er das manchmal fälschlich als HD diagnostiziertes Cauda-equina Syndrom sowie die degenerative Myelopathie der Schäferhunde – ein Modell für Multiple Sklerose (MS).
Wahre Wunder bewirkt Cannabis seiner Erfahrung nach auch bei Glaukom, Epilepsie sowie Gehirn- und Rückenmarkstrauma bei diversen Tierarten. Es helfe sogar bei Hufrehe des Pferdes und Autoimmunerkrankungen wie FIP bei der Katze. Es gibt Hinweise, dass Cannabis bei bisher als völlig unheilbar eingestuften Krankheiten erstaunliche Erfolge vorweisen kann. Beachtenswert dabei ist, dass Tiere tatsächlich geheilt werden und die Tiere sich nicht nur etwas einbilden oder ihre Krankheit als Vorwand benutzen, um an legalen Cannabis zu kommen!

Es kann nicht sein, dass wertvolle Pflanzen, die bereits Hildegard von Bingen vor 1000 Jahren angepriesen hat, vom heutigen Staat nach Anweisung der profithungrigen Industrie gegen den Willen des Volkes verboten werden Resümiert Dr. Peter Zimmer.

Rund 300 Menschen haben am Samstag den 04.05.2013 im Rahmen des “Global Marihuana March”, der seit 1999 weltweit stattfindet, auf dem Stachus in München für die Legalisierung von Cannabis demonstriert.

 

 Posted by at 03:18

Sorry, the comment form is closed at this time.