May 132013
 

13.05.2013 03:36 | Energie und Umwelt

STOPPT AGROCHEM IN MÜNCHEN

AgrochemDemoMuechen

March Against Monsanto – Der 24. Mai ist weltweit zum Tag der Proteste gegen Monsanto und die Agro-Chemische Industrie ausgerufen worden.
Zu diesem Anlass findet auch ab 12 Uhr eine Versammlung unter freiem Himmel auf dem Karlsplatz in München statt. Der Tierarzt und Biolandwirt Dr. Peter Zimmer erklärt: „Niemand hat das Recht, Leben zu patentieren, unsere Gene zu manipulieren und das Wasser zu vergiften – aber genau das zieht die agrochemische Industrie ohne Hemmung in einem Zug durch!“

Monsanto ist für seine Macht auf dem Saatgutsektor bekannt – das Unternehmen ist Inhaber vieler umstrittener Lizenzen und Patente auf Leben, darunter auch für den Mais Mon 810, der resistent gegen hohe Herbizideinsätze ist. Eine der größten Gefahren, die von Monsanto – neben seiner Macht auf dem Gentechniksektor – ausgeht, ist Round-Up. Dieses giftige, als harmloses Unkrautvernichtungsmittel für Kleingärten propagierte Spritzmittel nimmt mit einer weltweiten Nachfrage von über 700.000 Tonnen einen Hauptanteil des Umsatzes dieses Weltkonzerns ein. Es enthält den Wirkstoff Glyphosat, der nunmehr schon seit längerem immer wieder für negative Schlagzeilen sorgt.

Fakt ist, dass dieses Herbizid offensichtlich gar nicht so harmlos ist, wie es von der Agrarindustrie und in den technischen Merkblättern des Konzerns für Round-Up beschrieben wird.

Dr. Zimmer, verdeutlicht: „Hier gilt es dringend, toxische Spritzmittel weltweit sofort vom Markt zu nehmen. Eine Zulassung für agrochemische Spritzmittel ist, wenn überhaupt, erst dann zu erteilen, wenn die Unbedenklichkeit für Mensch, Tier und Umwelt rest- und zweifellos geklärt ist.“
Genau dies dürfte aber schwierig werden. Forschungen haben ergeben, dass die Abbauzeiten für das schädliche Glyphosat, das in hohem Maße amphibien- und fischgiftig ist und nicht in der Nähe von Gewässern ausgebracht werden darf, viel höher liegen als vom Hersteller behauptet.

So findet sich Glyphosat inzwischen bereits in der Nahrungskette: Es soll in Brot, das aus Weizen vom Vorjahr gebacken wurde, nachweisbar sein.

Round-Up wird seit vielen Jahren in der Landwirtschaft immer großflächiger ausgebracht, weil es alle Kräuter tötet – unliebsame und wir auch förderliche. Neuerdings wird es auch kurz vor der Ernte über Getreidefelder und Kartoffeläcker versprüht, damit die Halme bzw. das Kraut absterben und die Ernte beschleunigt und erleichtert wird. Zu welchem Preis?!

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Andrea Fischer, Saatgutexpertin für Alte Kulturpflanzen, weiß, wovon er spricht – nach Laboruntersuchungen wurde festgestellt: Sie hat selbst Glyphosat im Körper, weil ihr Grundstück an ein Feld mit Maisintensivanbau angrenzt.
„Und ich bin überzeugt davon, dass viele andere Menschen positiv getestet würden, wenn sie sich untersuchen lassen würden. Die Doppelrolle, die Monsanto einnimmt, bedroht nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch künftige Generationen, denn Glyphosat ist erwiesenermaßen embryonenschädlich. Es ist geplant, dieses im Doppelpack mit gentechnisch verändertem Saatgut einzusetzen, das dagegen resistent ist.“

Rede: Monsanto Rede 2013
Quelle: http://www.tier.info

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