Aug 272013
 

6086778630_0436f3ec54_bTag des Orang-Utans Aktion: Stachus, Sa. den 17. August von 16 bis 23 Uhr.

Der Welttag des Orang-Utans naht – und wenn alles so weiter geht wie bisher, folgt der Tag seines Aussterbens nicht lange danach.

Der „sanfte Mensch vom Wald“ – der milde Orang-Utan – ist einer der nächsten Verwandten des Menschen und wird durch die Vernichtung des Regenwalds sprichwörtlich im Affentempo ausgerottet. In unserem eifrigen Bemühen, das Klima zu retten, wurden fehlerhafte EU-Richtlinien mit erschreckenden, unerwünschten und kontraproduktiven Folgen geschaffen.
Gut gemeinte Fehler zu machen ist kein Verbrechen – aber diese Fehler weiter zu betreiben und nicht zu korrigieren, weil eine inzwischen entstandene starke Lobby dahinter steht, ist es sehr wohl.
Der EU-Beimischungszwang für Biodiesel aus Palm- und anderen Pflanzenölen, der am 10. September neu beschlossen werden soll, resultiert in der rasanten Vernichtung der letzten unberührten Regenwaldflächen der Erde – auch in Sumatra und Borneo – der Heimat des Orang-Utans. Da hilft es nicht, den Kopf in den Sand zu stecken, um zu verdrängen, dass jeder von uns zum diesem Artensterben beiträgt, besonders wenn wir nichts dagegen unternehmen.

Am Samstag, den 17. August, weist am Karlsplatz eine Aktion mit Infoständen und dem Film „Climate Crimes – Umweltverbrechen im Namen des Klimaschutzes“ auf die Zusammenhänge hin. Untermalt wird dieses wichtige Thema von Musik engagierter Jugendlicher, der Band „Jamielou“. Der Veranstalter, Tierarzt und Landtags-Kandidat für Oberbayern, Dr. Peter Zimmer, erklärt dazu: „Das Schicksal unseres nächsten Verwandten – des Orang-Utan- repräsentiert unser gemeinsames Schicksal auf dieser Erde. Wir befinden uns im schlimmsten Artensterben der Erdgeschichte, und dieses 6. Artensterben wird vom Menschen, hauptsächlich durch die Agrarwirtschaft, verursacht. Nicht nur in Zeiten des Wahlkampfs sollten sich die Menschen darüber Gedanken machen, wie sie verantwortlich mit anderen Lebewesen und mit der Zukunft der eigenen Art umgehen.“

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