Aug 272013
 

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Am Freitag, den 5. Juli 2013 ab 18 Uhr, zusammen mit Ashoka e.V., Jamielou und Spiral M organisiert Dr. Peter Zimmer in München eine Demonstration am Karlsplatz (Stachus) gegen die geplannte Erhöhung der Agrospritproduktion durch die EU statt. Im Folgenden ein paar Ausführungen zu ihrem Hintergrund.

Sein oder nicht sein, das ist hier die Frage. Wer hat das Recht zu leben und wer nicht? Wie so oft spielen Menschen Gott – um des eigenen Geldbeutels willen, mit vorgeschobener Fürsorge für das Klima.
Vorgeschoben deswegen, weil „Bio“- Diesel aus Palmöl, Soja oder Raps weitaus umweltschädlicher ist als fossiler Diesel aus Erdöl. Menschen verhungern, Arten sterben aus und das Klima macht unseren Planeten zunehmend schwerer bewohnbar. Nicht nur der Fluch der industriellen Massentierhaltung steckt hinter der Misere, auch der sogenannte Agrosprit.
“Bio” nennt sich hier, was nicht Bio ist und nur Leben vernichtet. Immer mehr Leben kostet. Denn die EU hat beschlossen, den Bio- oder besser Agrosprit-Anteil des Treibstoffs bis 2020 von derzeit 5% auf 10% zu erhöhen.
Das bedeutet, dass ca. 80% des dazu benötigten Rohstoffs importiert werden müssen – eventuell noch mehr. Riesige Flächen Regenwald werden abgeholzt, um uns damit zu versorgen. Wo früher wertvoller Regenwald Lebensraum und „grüne Apotheke“ war, kommen Plantagen mit Zuckerrohr, Soja (z.B. Brasilien), Palmöl (z.B. Indonesien) und Getreide diesem neuen Bedarf nach.
Der Markt für Biotreibstoffe wird also weiter wachsen. Da es sich hier um Grundnahrungsmittel handelt, die in den Tank wandern, erhöhen sich die Nahrungsmittelpreise und zusätzlich hungern 128 Mio. Menschen. Denn die Getreideproduktion für Tierfutter und Agrosprit verteuert auch das Lebensmittel für die Menschen.
Daneben sind Kämpfe um Landnutzungsrechte, Vertreibungen und soziale Probleme unmittelbare Folgen dieses Nahrungsmittelmissbrauchs. Wer jetzt über eine zu große Migration in unserem Land schimpft, sollte sich vergegenwärtigen, dass die Menschen in Zukunft in weit größerer Anzahl kommen werden, denn in ihren Ländern können sie sich die Nahrung nicht mehr leisten, keine Landwirtschaft mehr betreiben und wegen der zunehmenden Erderwärmung durch die Regenwaldabholzung einfach nicht mehr in ihren Heimatländern leben.
Letzteres betrifft die Bewohner des Äquators zuerst, aber die zunehmende Erderwärmung und die Reduktion des verfügbaren Trinkwassers als Folge der Regenwaldzerstörung werden schon bald nach ihnen unseren Kindern und Enkeln die Hölle heiß machen.
Zu allererst sterben in brennender Flammenhölle die Orang-Utans und viele andere Tier-und Pflanzenarten für den vermeintlichen Segen des Biosprits bzw. für die Profitgier der Agrarindustrie.

Dagegen wehren sich verantwortungsvolle Menschen am 5. Juli 2013 mit einer Demonstration und Kundgebung am Karlsplatz/Stachus ab 18:00 Uhr: „Stoppt Agrarenergie“.

Weitere Infos bei Facebook – „Stoppt Agrar-Energie“ und www.stopbiogas.de

Veranstalter ist Dr. Peter Zimmer.

 

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