Aug 272013
 

Ulva_Island_rainforest1„Biosprit”: EU vernichtet 700.000 Hektar Regenwald jählich

PROTESTAKTION – Dr. Peter Zimmer ruft auf zur Demo gegen Agrar-Energie am Karlsplatz 5. Juli 2013 ab 16:30

Das EU-Parlament diskutiert über die weitere Beimischung von Palmöl, Sojaöl, Rapsöl und anderen Speiseölen zum Kraftstoff.

Mit Kraftstoff vom Acker versuchen EU-Politiker, das Autofahren umweltverträglicher zu machen und das Klima zu schonen. Der an den Tankstellen verkaufte Kraftstoff enthält daher immer höhere Anteile an so genanntem Biosprit.

Letztes Jahr wurde in Deutschland auf einer Fläche von 2,2 Millionen Hektar Bioenergie angebaut. Um das zu ermöglichen, wurden 2,2 Millionen Hektar Regenwald in den Tropen vernichtet und in Ackerfläche verwandelt. Somit konnte das in Deutschland fehlende Tierfutter durch genmanipulierten, herbizid-verseuchten Sojaschrot ersetzt werden.

Darüber hinaus wurden im vergangenen Jahr dem Dieselkraftstoff bereits 1,9 Millionen Tonnen Palmöl EU-weit beigemischt – neben vielen weiteren Millionen von Tonnen ebenso schädlichem Raps- und Sojaöl.

Die dafür benötigten Palmölplantagen nehmen 700.000 Hektar in Beschlag – Land, das bis vor kurzem noch Regenwald und Lebensraum für bedrohte Arten, wie den Orang war. Trotz der Abholzung der Regenwälder hat die EU Palmöl als “nachhaltig produziert” eingestuft.

Dabei warnen Umweltschützer, Entwicklungsexperten und auch die Wissenschaft schon lange vor der schädlichen Pflanzenenergie. Den Politikern in Brüssel fliegt ihre Energiepolitik längst um die Ohren, wie unabhängige und selbst die von der EU in Auftrag gegebenen Studien zeigen: Biodiesel aus Palm- und Sojaöl, aber auch aus heimischem Raps ist schädlicher als fossiler Diesel aus Erdöl.

Die EU müsste also ihre Biospritpolitik sofort beenden. Doch die Agrarindustrie setzt alles daran, um weiter im Geschäft zu bleiben. Auf 10 Milliarden Euro pro Jahr belaufen sich allein die staatlichen Subventionen für Agrosprit in der EU.

Derzeit entscheidet das Europaparlament über die Zukunft der Biotreibstoffe. Am 20. Juni stimmt der Industrieausschuss, am 10. Juli der Umweltausschuss und am 10. September das Plenum des Parlaments über die angebliche “Bio”-Energie ab.

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